Weinerlebnis Kroatien Das Weinland Kroatien stellt sich vor

A chinese lion statue

Sehr geehrte Weinfreunde,

Weine aus Kroatien haben sich ihren Platz inzwischen auch bei Feinschmeckern erobert. Die internationalen Erfolge von Winzern wie Matosević, Plenković oder Zdjelarević zeigen, dass die Topplagen aus Istrien, Dalmatien und Slawonien nicht hinter anderen europäischen Spitzenweinen zurückstehen.

Bei Jadrovino.de erhalten Sie die Weine führender Winzer Kroatiens. Dabei steht nicht der große Name im Vordergrund, sondern Qualität und Verfügbarkeit. Die kleineren, innovativen Winzer, die die Stärken der autochtonen Trauben Kroatiens zu großen Weinen vollenden, stehen in unserem Fokus. Ständig sind wir bemüht unser Angebot mit den Weinen dieser Winzer zu vervollständigen. Heute zählen zu unserem Angebot Winzer aus vier Regionen Kroatiens.

Da kommt einer Neuer: Petar Kursan

Juni 23rd, 2014

Hier läst es sich aushalten

Hier lässt es sich aushalten: Bibich

Die Region zwischen Zadar und Sibenik hat nicht so viele Weingüter aufzuweisen, wie es vielleicht Mittel- oder Süddalmatien kann. Aber einige gibt es schon und so richtig gute. Etwas oberhalb von Skradin, zum Beispiel, ist Alen Bibic zu Hause. Wunderschön gelegen in den Hügeln Dalmatiens produziert er in seinem Weingut „Vina BIBICh“ international anerkannte Weine aus autochtonen und internationalen Rebsorten. Zum Programm gehört die weißen Debit, Posip, Marastina aber auch Chardonnay. Babic, Plavina und Lasin sind die einheimischen roten Sorten, Dazu gesellen sich Grenache und Syrah. Oft kombiniert Bibic die Sorten zu tollen Cuvées.

Bibich-Weine zählen zu den bekanntesten der Region, die bereits in Großbritannien und USA über Importeure vertrieben werden.

Direkt im Primosten ist etwas versteckt die Weinkellerei Suha Punta von Leo Gracin zu finden. Sein Steckenpferd ist natürlich der Babic, der hier rund um Primosten seine Heimat hat. Ebenfalls ganz dem Babic verschrieben hat sich Pilizota, der diesen eigenständigen Wein auch im Barrique ausbaut. Pilizota ist auch bereits in Deutschland bei Jadrovino erhältlich.

Da wächst etwas heran …

Jung, locker mit Potential: Petar Kursar

Jung, locker mit Potential: Petar Kursan

Dass die Region um Sibenik und Primosten aber noch mehr Potential hat, sieht man schon an den häufigen Weingärten. Bisher lieferten fast alle Produzenten an die Großkellerei Vinoplod in Sibenik. So auch die Familie Kursan. Das ändert sich aber gerade. Petar Kursan schlug kürzlich den Weg ein, seinen eigenen Wein zu machen. Gleich nach seinem Abschluss zum Önologen an der landwirtschaftlichen Fakultät in Zagreb vor drei Jahren, begann er die Trauben aus den eigenen Weinbergen selbst zu keltern und abzufüllen. Sicher, der Großteil der Trauben seiner immerhin 50ha Anbaufläche gehen nach wie vor an den Partner Vinoplod, aber die eigene Linie wird immer wichtiger. Ein neuer, großzügiger Weinkeller in den Weinbergen im Hinterland Sibeniks ist bereits in Planung und das ist auch dringend notwendig. Denn die ersten Jahrgänge der Kursan-Weine entstanden in einer engen kleinen Halle einer befreundeten Familie.

Umso interessanter ist das, was jetzt bereits jetzt in der Flasche ist. Babic, Plavac mali und Posip sind die Rebsorten der jungen Kellerei. Petar Kursan ist sicher noch nicht am Ende seiner Findung, aber der Weg zeichnet sich klar ab: Ein frischer Posip mit lebendiger Säure, ein Babic der Waldbeeren und Schokolade in sich trägt und ein Plavac mali als charaktervoller und kräftiger Vertreter seiner Familie. Plavac und Babic gönnten sich 5 Monate Ruhe im Barrique, ehe sie abgefüllt wurden. Kursan steht auf jeden Fall für die nahe Zukunft auf unserem Zettel.

Dingac – Jahrgang 2010

Dezember 6th, 2013

Quelle: likecroatia.com
Saints Hills Dingac (hier 2008)

Saints Hills Dingac (hier 2008)

Wein: Dingac 2010
Winzer: Saints Hills
Region: Peljesac, Dalmatia
Sorte: Plavac mali
Alkohol (vol. %):  14.2 %
Jadrovino-Preis: 75 €
Punkte: 93/100

Die meisten kroatischen Winzer haben die 2010 in keiner guten Erinnerung. Das regnerische Wetter und die wenige an Sonne so grundlegend führte zu einem Mangel an Süße in den Beeren, so dass die Weine eher schmalbrüstig und kurzlebig wurden. Einige Top- Wein Unternehmen aus Istrien und kontinentalen Gebieten produzierten ihre Premium-Labels gar nicht in diesem Jahr, und sogar im traditionell warmen Dalmatien fehlte die gewohnte gewohnte Qualität der Weine.

Doch Winzer, die Weingärten in den besten Lagen, wie Dingac und Ivan Dolac , profitierten dagegen von dieser etwas kälteren Ernte, die als eine der besten des Jahrzehnts gilt. In einer aktuellen Plavac mali -Probe in London, hatte die Teilnehmer die Möglichkeit, die Premium-Weine Dalmatiens zu verkosten. Drei Plavac-Weine des Jahrgangs 2010 glänzten und übertrafen die Extraktbomben aus 2009.

Der Leiter des Probe war Joe Wadsack , einem ausgewiesenem Kenner der kroatischen Weinszene . Während der Verkostung von Saints Hills, Korta Katarina und Stina, äußerte er sich begeistert: “Das ist fantastisch! Welch eine Balance und Harmonie, ohne dabei die Fülle, den Körper und den südlichen Charakter des Weines zu verlieren.” Seine Begeisterung machte absolut Sinn. Generell betrachtet, sind unter den teuersten Rotweinen mit einer großer Langlebigkeit, nicht die Exktaktboliden Shiraz oder Malbec maßgebend, sondern die roten Pinots aus dem Burgund oder Bordeaux. Das Geheimnis ihrer Langlebigkeit liegt nicht in der Dichte, sondern im Gleichgewicht aus  Säure, Tannin und Frucht, sowie in der hohen Qualität der Trauben. Das gilt auch für die begutachteten Weine.

Saints Hills Dingac 2010 entstand nach reiflicher Überlegung von Winzer Ernest Tolj und seinem Berater Michel Roland. Der bekannte und erfahrene Franzose, der für einige der besten Weine der Welt verantwortlich zeichnet, erkannte schnell das umfassende Potenzial der Sorte Plavac mali. Mit seinem Wissen gelang es, die Überreife der Plavac-Beere zu vermeiden. Die erhöhten Tannine unterstreichen die Festigkeit und Beständigkeit des Plavac. Konzentrierte, warme und sanft-süße Weine neigen dazu, ihren Geschmack nach dem vierten Jahr zu verlieren. Aber dieser frische, kompakte und komplexe Plavac nicht – auch nicht nach Jahrzehnten.

Intensiv und komplex, sowohl in der Nase, als auch auf dem Gaumen, mit Mineralität als ein wesentliches Merkmal und Kirsche als dominierendes Aroma. Ein großer Wein für große Momente. Ein ideales Geschenk in einer luxuriösen Flasche und Holzkiste verpackt, das niemanden enttäuschen wird. Für besondere Anlässe!

Übersetzung durch Gerhard Lzicar

Kommentar: Droht Weinstreit mit Slowenien und Italien?

Mai 26th, 2013

Prosek aus Dalmatien

Dessertwein Prosek. Hier Tomic

Der Streit um den Namen Prosek zeigt, auf welchem Niveau die Prosecco-Vermarktung in Italien gekommen ist. Hier wird dem Verbraucher nicht zu getraut zwischen einem Perlwein und einem Dessertwein zu unterscheiden. Es geht wieder mal um das große Geld, dass vor allem mit qualitativ fragwürdiger Prosecco-Plörre gemacht wird. Viel schlimmer ist aber auch das Bewusstsein der Verbraucher, die alles kaufen, solange Italien draufsteht. Prosek und Prosecco haben nichts gemeinsam, weder Methode noch Sorten.

Noch schlimmer ist es im Streit mit Slowenien. Genau das Land, dass aus reinem Protektionismus jahrelang den Beitritt Kroatien verhindern wollte, macht dem Nachbarn weiter das Leben schwer. Der Schutz der Marke ist ebenso absurd wie vorgeschoben. Teran kann markenrechtlich genauso geschützt werden, wie Chardonnay oder Merlot: Nämlich gar nicht! Teran ist eine Rebsorte und jeder muss seinen Teran auch Teran nennen dürfen. Wie denn sonst? Im Falle Slowenien geht es einfach darum den ungeliebten Konkurrenten aus dem Süden auszuschalten, mit dem Wissen dass die Winzer aus dem kroatischen Istrien, mindestens genauso guten Teran produzieren.

Kroatien setzt verstärkt auf Weintourismus

März 15th, 2013

Internationale Auszeichnungen – Erstes Weinmuseum
Beliebter Tropfen: Zlahtina aus Istrien (Foto: pixelio.de, Martina Friedl)
Beliebter Tropfen: Zlahtina aus Istrien (Foto: pixelio.de, Martina Friedl)

Berlin (pte005/15.03.2013/06:15) – Die Tourismusdestination Kroatien besinnt sich ihrer Tradition im Weinbau. Mit 60.000 Hektar Rebland (vgl. 100.000 Deutschland, 45.000 Österreich) und zwei Mio. Hektoliter Ertrag sei das Land als Weinproduzent durchaus ernstzunehmen, so der bekannte Weinjournalist und Juror Thomas Brandl bei einer Präsentation von kroatischen Weinspezialitäten auf der Tourismusmesse ITB in Berlin http://itb-berlin.de . Überraschend ist der hohe Weißweinanteil von 60 Prozent. Die vielfältigen Stile und die große Bandbreite und Abwechslung machen das Land zu einem “Geheimtipp” für Weinkenner.

Antike Weinbautradition

Der Weinbau in Kroatien geht bis in die Antike zurück. Schon im 14. Jahrhundert gab es ein erstes Gesetz mit Qualitätsvorgaben für die Weinproduktion. Seit dem politischen Umbruch zu Beginn der 1990er-Jahre hat eine echter Boom eingesetzt, sagt Brandl. Hunderte private Weinkellereien wurden reetabliert, nach der Massenproduktion zu Zeiten des Kommunismus setzt man nun auf Qualität. Allein 65 internationale Auszeichnungen konnten die kroatischen Weinbauern im vergangenen Jahr einheimsen.

Die Bandbreite reicht von frischen, leichten, aromatischen und duftigen Weinen im Norden bis zu den starken, süßen und vollmundigen im Süden. 64 einheimische Rebsorten zählt das Land. Hauptgebiete sind die nördliche Region Istrien und die Kvarner Bucht, die Küstenregion Dalmatien und die kontinentale Region Mittelkroatien sowie Slawonien und der Donauraum. Kroatien hat als einziger der sieben westlichen Balkanstaaten ein Qualitätsweinprogramm. Der aktuelle Pro-Kopf-Konsum im Inland liegt laut Statistiken bei 42 Litern pro Jahr.

Bekannte Rebsorten mit kroatischem Timbre

Die am weitesten verbreitete Weißweinsorte im kontinentalen Teil Kroatiens ist der Welschriesling, während von den autochthonen Sorten hauptsächlich Skrlet und Kraljevina angebaut werden. Gute Weine werden aus Weißburgunder, Rheinriesling, Traminer, Chardonnay und Sauvignon gemacht. Die Rotweine im kontinentalen Teil Kroatiens werden vor allem aus den Rebsorten Blauer Spätburgunder, Blauer Portugieser und Blaufränkischem hergestellt, aber auch Cabernet Sauvignon und Merlot werden häufig angebaut.

Letztere Sorten sind in der Küstenregion häufiger vertreten. Dort ist die bekannteste autochthone Sorte der dalmatinische Plavac Mali. Gerade aus der Rebsorte Plavac werden auch die bekanntesten Weine des Landes erzeugt, aber ihre Namen haben sie meist vom Standort, an dem sie angebaut werden, wie Dingac, Postup oder Ivan Dolac. Der Dingac ist der erste kroatische Wein, dessen geografische Herkunft geschützt wurde und bekannt ist über die Grenzen hinaus. Geschätzte Weißweinsorten im Küstengebiet sind der Istrische Malvasia, Zlahtina, Posip, Rukatac und Viska Vugava.

Kroatische Winzer beim Decanter Fine Wine Encounter

Drei der bekanntesten kroatischen Winzer – Kozlovic, Saints Hills und Krauthaker – haben sich im Vorjahr auf der Decanter Fine Wine Encounter Weinmesse in London vorgestellt, bei der sich jährlich die 100 besten Weinproduzenten aus aller Welt versammeln. Kroatische Weine wurden hier als “Hidden Gems” verkostet. Zwei regionale Siegerplätze und noch eine Gold-, zehn Silber- und 26 Bronze-Medaillen sowie 25 Auszeichnungen “Empfehlenswert” nahmen die kroatischen Winzer im Wettbewerb des britischen Magazins Decanter entgegen, der zu den prestigeträchtigsten in dieser Branche gilt.

Erstes Weinmuseum

Auch das erste Weinmuseum wächst aus dem ertragreichen kroatischen Boden. In Putnikovic, rund 20 Kilometer von Mali Ston entfernt, wird demnächst das erste nationale Museum des Weinbaus und der Weinherstellung eröffnet. Hier sollen nicht nur Ausstellungstücke gezeigt, sondern auch ein eigenes Weindepot angelegt und Besuche bei Winzern sowie Weinverkostungen organisiert werden.

Außerdem ist die Eröffnung einer Wein-Apotheke sowie einer Weinakademie für die Ausbildung von Sommeliers und Winzern geplant. Das Museum selbst wird eine archäologische Sammlung, Werkzeuge und Gegenstände, die in der Bearbeitung der Weinberge und der Herstellung vom Wein genutzt wurden, eine ethnografische Sammlung sowie eine Sammlung von Weinetiketten und Flaschen beherbergen.

In der ostslawonischen Region Osijek-Baranja wird eine eigene “Weintour” entwickelt, mit etwa 1,3 Mio. Euro an Förderungen. Ziel ist es, die Entwicklung des Weintourismus zu fördern. Laut der Projektplanung sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre die bestehenden zwölf Weinstraßen erneuert sowie vier lokale Weinmuseen und ein regionales Weinmuseum gebaut werden. Die Minimuseen sollen in den vier Weinbaugebieten Baranja, Erdut, Akovo und Fericanci und das Regionalmuseum in der Festung Tvra im historischen Stadtkern von Osijek angesiedelt werden.

Interview mit Zoran Radanovic, Korta Katarina

Oktober 16th, 2012

Weingut Korta KatarinaKorta Katarina, eine Kellerei in Orebic wurde im Jahr 2005 vom amerikanischen Milliardär Lee Reuben Anderson gegründet, nachdem er sich während seinen humanitären Engagements in Kroatien in das Land und seine Weine verliebt hatte. Seine Favoriten waren von Anfang an Plavac mali und Posip aus der Region Peljesac und Korcula.

Als Namen für seine Kellerei wählte der den seiner Tochter Catherine und kombinierte ihn mit der kroatischen Bezeichnung  für die Gärten der alten Kapitäne in Orebic, den Korta. Die erste Lese erfolgte im Jahr 2006 und sehr schnell wurden bedeutende Weinpublikationen, wie Decanter oder Wine Spectator auf das neue Weingut in Dalmatien aufmerksam.

Bis heute investierte Anderson über 20 Millionen Dollar in das Weingut, Weinberge und das angeschlossene Hotel in Orebic. In den letzten 10 Jahren kaufte Anderson Weingärten in den bevorzugten Lagen Postup und Dingac und pflanzte 3.000 Stöcke der alten Sorte Crljenak direkt am Weingut in Orebic. Der Posip kommt von Kooperationspartnern auf der Insel Korcula.

In einem Interview für Dalmacija Wine Expo erläutert Zoran Radanovic, Geschäftsführer von Korta Katarina, die derzeitige Position des Weinguts.

DWE: Ihre Weingut ist recht neu und erreicht dennoch beneidenswerte Resultate. Wer ist verantwortlich für die Kreation der Weine und was sind Ihre Ziele im Weinmarkt?

ZR: Ich glaube der Erfolg unserer Weine begründet sich in der Kombination von moderner Technologie mit traditioneller Methodik. Darauf sind wir stolz und ich kann sagen, dass wir seit 2008, unserem ersten Jahr auf dem Markt, erfolgreich sind. Der Verkauf in Kroatien läuft großartig und beginnt nun auch im Ausland. Wir exportieren unsere Weine nach Europa und nach Nord- und Südamerika und wir sind derzeit in Verhandlungen wegen des Markteintritts in Russland und Fernost. Ich möchte es nicht verschreien, aber wir sind von den Konsumenten akzeptiert. Wir machen Wein, der beim Verbraucher ankommt und das ist das Allerwichtigste. Nika Marojević, eine junge Önologin ist verantwortlich für die Kreation unserer Weine. Der Eigentümer und ich definieren die Idee und die Richtung und Nika entwickelt das selbständig. Sie ist jung und hat Perspektive, wir investieren in die Weiterbildung und sie zahlt das in der richtigen Weise zurück.

DWE: Sie sagen, Ihr Vertrieb läuft gut. In welchen Restaurants können wir denn Ihre Weine bestellen?

ZR: Die Leute hier pflegen zu sagen, dass wir in den besten Restaurants zu finden sind. Tatsache ist, dass seit gerade 2 ½ Jahren hier sind. Seitdem ich die Verantwortung übernommen habe, bauten wir eine umfassende Distributionslandschaft auf und wir werden auf den Karten den besten Restaurants Zagrebs gefunden. In der Tourismussaison kann man unsere Weine in allen Toprestaurants zwischen den Kornaten und Dubrovnik finden. Ich möchte nicht Einzelne herausheben, aber ich kann sagen, dass sich unser Umsatz in Kroatien im letzten Jahr um 40% gesteigert hat.

DWE: In welchen Supermärkten und Vinotheken können wir Ihre Weine kaufen?

ZR: Wenn Sie unsere Weine in einem Supermarkt finden, war es nicht unser Fehler. Nein ich scherze. Unser Ziel ist es, nur in Restaurants präsent zu sein. Da wir hochpreisige Premiumweine produzieren, gibt es keine Notwendigkeit in den allgemeinen Einzelhandel zu investieren. Da wir ein hervorragendes Verhältnis zu unseren Kunden in den letzten Jahren aufgebaut haben, sind unsere Flaschen nur im spezialisierten Weinhandel zu finden. Supermärkte waren nie unser Zielmarkt.

DWE: Sie haben einen der feinsten und modernsten Weinkeller in einem alten Hotel in Orebic errichtet. Planen Sie vielleicht den Einstieg in den Weintourismus?

ZR: Dieses Jahr schlossen wir den Umbau des Weinkellers ab. In diesem Komplex sind Büros, Labors, Verkostungsräume und der Shop untergebracht. Hier schliessen sich unmittelbar verschiedene Terrassen an, die sich für Veranstaltungen unterschiedlicher Größe anbieten. Derzeit haben kein gastronomisches Angebot außer dem Wein natürlich. Wir haben diese Jahr damit begonnen, und haben erreicht, was wir wollten. Natürlich steh Korta Katarine allen Gästen offen, die uns besuchen wollen. Bis jetzt haben wir unsere Kunden erreicht, die bereit sind für einen guten Wein etwas mehr Geld auszugeben. Wir wollen ihnen die Korta Katarina Erfahrung näher bringen und was wir in Peljesac etwas anders machen.

 

Jadrovino kooperiert seit fast zwei Jahren mit Korta Katarina. Zur Zeit erhalten Kunden aus ganz Europa Posip und Plavac mali im online Shop von Jadrovino. Außerdem können die Weine von Korta Katarina auf den veranstaltungen von Jadrovino verkostet und natürlich auch geordert werden.

Schwere Waldbrände in Kroatien bedrohen Weinberge

August 14th, 2012

Schwere Waldbrände toben in Kroatien. Pinienwälder, Busch- und Grasland, Olivenhaine und Weinstöcke gingen in Flammen auf.

Seit Sonntag sind in der extremen Sommerhitze in Kroatien 1500 Hektar Land verbrannt, teilten die Behörden mit. Neben Pinienwälder, Busch- und Grasland, Olivenhaine wurden auch viele Weinstöcke Opfer der Flammen. Betroffen waren die Gegenden von Skradin und Komin im dalmatinischen Hinterland. In der Region von Komin drohten die Flammen auf Wohnhäuser überzugreifen. Hunderte Feuerwehrleute sowie Soldaten waren im Einsatz.

In Skradin konnte die Feuerwehr den Brand eindämmen. Allerdings gab es nach Angaben der Nationalen Leitung der Rettungskräfte eine weitere Feuerfront in einer Gegend, die noch wegen Minen aus dem Kroatien-Krieg aus der Zeit von 1991 bis 1995 als Risikozonen gelten.

Löschflugzeuge schützen Orte vor Flammen

Der Bürgermeister von Skradin, Nediljko Dujic, sagte, so schwere Brände habe es in der Region seit zehn Jahren nicht mehr gegeben. «Rund 1000 Olivenbäume sind verbrannt sowie 10.000 Rebstöcke», sagte er dem kroatischen Fernsehsender HRT. Betroffen ist auch der Winzer Bibic aus Skradin. Im 200 Kilometer weiter südöstlich gelegenen Komin vernichteten die Flammen rund 1000 Hektar Land. Hier liegen auch die Weinberge mehrerer Kellereien. Unterstützt von Löschflugzeugen bemühte sich die Feuerwehr mit aller Kraft darum, die bedrohten Orte vor den Flammen zu schützen.

Vinistra in Porec – 11.-13.Mai

Mai 8th, 2012

Vom 11.-13.Mai wir Porec wieder zum Zentrum der Istrischen Weinkultur. Bereits zum 19. Mal findet hier in der Sportarena die Vinistra statt. Fast alle istrischen Weingüter präsentieren sich hier mit ihren aktuellen Jahrgängen. Hinzu kommen einige Anbieter aus dem angrenzenden Slowenien, aus dem Kvarner und aus Dalmatien. Aber auch Freunde des Olivenöls und Bränden kommen auf ihre Kosten.

Vinistra im Mai 2011

Die Veranstaltung hat sich auch zu einem Highlight für Istrienurlauber im Frühjahr entwickelt. Dieses Jahr werden rund 7.000 Besucher erwartet. Die Messe mit rund 110 Ausstellern wird ergänzt durch ein ausführliches Seminar- und Probenprogramm.

Bereits fest stehen die diesjährigen Auszeichnungen. Je Rebsorte und auch für Olivenöl, Sekt und Brände wurden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben. Besonders erfolgreich war dabei Marijan Arman mit 3 Goldmedaillen (Malvazija, Merlot und Teran), 3 Silbermedaillen (Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Sauvignon blanc) und einer Bronzemedaille. Trapan erhielt für seinen Syrah und den Rosé Silber. Kozlovic’s Malvazija St.Lucia 2009 wurde mit einer Goldmedaille bei der „Svjet Malvazija“ ausgezeichnet.

Vina Trapan nun im Vertrieb von Jadrovino

April 4th, 2012

Vina Trapan bei jadrovino

Ponente, Uroboros und Nigra Virgo

Winzer Bruno Trapan aus Sisan bei Pula ist einer der innovativsten und aktivsten Winzer  Istriens. Seit 2005 vermarktet Trapan  regionstypische, authentische  Weine. Ab Mai startet Jadrovino mit drei seiner vorzüglichen Weine.

Von Beginn an wird das Weingut nach biodynamischen Grundsätzen bewirtschaftet um das für Südistrien typische Terroir optimal zu nutzen und im Wein umzusetzen. Mittlerweile stehen 6 ha an Weingärten unter Produktion, wobei der Malvazija den größten Anteil hat. Erst kürzlich begann Trapan auch mit der zweiten für Istrien so typischen Sorte, dem roten Teran. Zusätzliche 6 ha wurden bepflanzt, die erstmals im 2013 gelesen werden. 2011 produzierte Vina Trapan 45.000 Flaschen.

Bruno Trapan

Bruno Trapan

Danach gefragt, was Trapan-Weine so einzigartig macht antwortet Bruno Trapan nicht ohne Stolz: “Das Mikroklima, der Boden und die besondere Lage unserer Weingärten, in Kombination mit dem biologischen Anbau und meiner Experimentierlust.“ In der Tat geht Bruno Trapan auch ungewöhnliche Wege. So z.B. sein Cuvée Nigra Virgo Revoulution, dass ich aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Teran zusammensetzt. Oder auch sein Uroboros, einem istrischen Malvazija, der im Fass aus Akazienholz reift. Generell  zeichnet die Weine von Trapan Frische, Charme, Individualität und Eleganz aus.

Modern präsentieren sich nicht nur die Weine, sondern auch das Weingut. Der 2010 offiziell eröffnete neue Weinkeller entspricht so gar nicht dem sonst so ländlich-rustikalen Stil istrianischer Weingüter. Postmoderne Architektur, minimalistische Einrichtung und klare Linien dominieren den Degustationsraum und auch den Keller selbst.

Bei Jadrovino sind ab 1.Mai erhältlich:
Trapan Ponente Malvazija, 2011
Trapan Nigro Virgo Revolution, 2010
Trapan Uroboros Malvaizija, 2010

Bereits jetzt können Weinfreunde Trapan-Weine bei Jadrovino vorbestellen, und zwar zum Einführungspreis.

Voller Kroatienstand auf der Weinmesse München

März 12th, 2012

Kroatienstand von Jadrovino

Kroatienstand von Jadrovino

145 Aussteller und gut 5.500 Besucher. Das sind dieFakten der Weinmesse München 2012 in der Zenith-Kulturhalle. Ein Highlight war der von Jadrovino organisierte emeinschaftsstand kroatischer Winzer.  An dem eleganten,  ganz in weiß gehaltenen Stand präsentierten sich aus Istrien Bruno Trapan und Roxanich, aus Dalmatien Boskinac, Korta Katarina, Vinarija Benkovac und Vinarija Svirce, sowie die Vinarija Daruvar aus Slawonien. Für Organisator und Winzer war dieser erste Auftritt ein Experiment – Und zwar ein gelungenes Experiment. Das Publikum zeigte sich als sehr offen und neugierig auf das Weinland Kroatien. In manchen Stunden reichte das Standpersonal bei weitem nicht aus, um alle Interessenten zu betreuen.

Für Bruno Trapan war es der erste größere Auftritt vor einem breiten Konsumenten-Publikum – Mit Erfolg. Vor allem der frische und fruchtige Malvazija fand sehr schnell viele Freunde. Auch der Rosé aus Syrah, Merlot Cabernet Sauvignon und Teran war schnell weggetrunken. Aber auch die sortenreinen Teran und Syrah, sowie das rote Cuvée mit dem Namen Revolution fanden guten Anklang. Schade das das Trapan-Team recht früh am Sonntag die Heimreise antreten musste, denn die persönliche Präsenz am Stand wurde von den Gästen hoch honoriert.

Für viel Gesprächsstoff sorgten die Orange-Wines von Roxanich aus Nova Vas bei Porec. Weißweine die vor Düften und Aromen nur so strotzen, waren für viele Gäste eine komplett neue Erfahrung. So ernteten Malvazija, Chardonnay und das Cuvée Ines u bjielom viel Lob, aber auch einige Skepsis. Die Weißweine werden wie Rotweine behandelt und bleiben bis zu 80 Tage auf der Maische stehen und werden anschließend im großen Holz ausgebaut. Der Zugang zu den Roten fällt da schon viel leichter. Cabernet Sauvignon, Teran Re und der Superistrian (aus Cab.Sauv, Merlot und Gamay) überzeugten durch Tiefe, langen Abgang und reiches Aroma.

Boskinac auf der Weinmesse München

Boris Suljic (Boskinac) mit Gästen

Eine echte Deutschlandpremiere war die Vorstellung der Weine der Vinarija Boskinac aus Stara Novalja auf der Insel Pag. Winzer und Koch Boris Suljic erhielt viel Lob und Anerkennung für seinen autochtonen Gegic, seine weißen und roten Cuvées. Der reinsortige Gegic konnte mit seinen frischen, herben Noten voll überzeugen. Auch als Grand Cru aus dem Eichenfass fand der Gegic schnell Freunde. Das Grand Cuvée aus Chardonnay, Sauvignon und Gegic wurde wegen seiner Tiefe, Samtigkeit und Rafinesse gerne und intensiv probiert. Besonders schnell vergriffen war aber das Kontigent des roten Cuvées aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Bereits am Sonntag Mittag waren alle verfügbaren Flaschen vergeben.

Badel1862 war gleich mit drei Kellereien vertreten. Internationales gabs aus Benkovac  mit dem Syrah und Merlot Korlat, die die Fans dieser Sorten durch ihre Klarheit und Tiefe überzeugen konnten. Das neue Cuvée Benkovac setzte Maßstäbe bei den Tischweinen.
Ivan Dolac und Ivan Dolac Barrique waren erwartungsgemäß die Renner bei den gehobenen Plavac-Weinen von der Insel Hvar. Die Goldmedaillengewinner der Mundus Vini vom vergangenen Februar sind mit die besten Repräsentanten für die Spitzenweine der Region Dalmatien.  Aber auch der Mediterano sammelte fleißig Freunde.
Der halbtrocken ausgebaute Sauvignon aus der Kellerei Daruvar setzte angenehme Akzente in einem Meer aus trockenen Weißweine.

Der Renner Süddalmatiens war der Plavac mali des Jahrgangs 2007 aus dem Hause Korta Katarina in Orebic. Sehr lange blieben die Gäste hier hängen, um den Plavac von der Halbinsel Peljesac zu genießen. Einige Male fielen Begriffe wie „Klasse“, „großartig“ oder schlicht „Wau“. Ebenso positiv angenommen wurde der Posip von Korta Katarina, der durch seine lange Präsenz und seine Fruchtarmomen zu überzeugen wußte. Marko Pavlak vom Weingut zeigt sich als perfekter Gastgeber der dalmatinischen Weinkultur.

Organisator Gerhard Lzicar und beteiligte Winzer

Die anwesenden Winzer waren sich einig, dass der Kroatienstand von Jadrovino die richtige Plattform war, um die Münchner Weinfreunde zu erreichen. Wir können schon gespannt sein, welche Winzer nächstes Jahr dabei sein werden. Es können auch gerne noch mehr Produzenten aus Dalmatien, Istrien, Slawonien und den anderen Regionen Kroatiens sein.

Deutschlandpremiere: Jadrovino präsentiert kroatische Spitzenweine

März 7th, 2012

Erstmals präsentieren sich Spitzenwinzer aus Kroatien auf einer Konsumentenmesse und stellen sich so einer breiten Öffentlichkeit vor. Auf der Weinmesse München (10. und 11. März 2012) können Weine von 5 Winzer Spitzenweine aus den Regionen Istrien, Dalmatien und Slawonien probiert werden. Darunter viele Deutschlandpremieren. Der gemeinsame Auftritt wurde von Jadrovino, dem Spezialisten für Weine aus Kroatien, initiiert und organisiert.

Badel 1862

Im Weinbereich beheimatet Badel1862  veschiedene Kellereien in Dalmatien, Istrien und Slawonien, die als eigenständige Linien vermarktet werden.

Die Vinarija Svirče ist spezialisiert auf Plavac mali. Die Trauben wachsen auf der Insel Hvar, zumeist an der steilen Südwest-Seite mit optimalen Bedingungen für den Plavac mali. Am dalmatinischen Festland, etwa 30 km östlich von Zadar produziert Badel in Korlat Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon, die reinsortig im Barrique ausgebaut werden.  Von der Vinarija Daruvar kommen internationale Sorten wie Chardonnay oder Riesling und natürlich der für die Region so typische Graševina (Welschriesling).

Vinarija Boškinac

Die Insel Pag ist für seinen hervoragenden Käse und Spitze bekannt. Dass sich hier auch vortrefflich Wein anbauen und keltern lässt, dafür ist die Vinarija Boškinac ein Beleg. Die Kellerei befindet sich in Stara Novalja, untergebracht im selben Gebäude wie das Hotel und Restaurant Boškinac, eine der besten Adressen für einen geruhsamen und kulinarisch hochwertigen Aufenthalt.

Winzer Boris Suljić produziert auf wenigen Hektar, Cabernet Sauvignon, Merlot, Sauvignon, Chardonnay und die autochtone Gegić-Traube. Im Keller entstehen reinsortige Weine und Cuvées, die zum Teil im Barrique ausgebaut werden.

Korta Katarina

Korta Katarina ist ein neu entstandenes Weingut, initiert von den Amerikanern Lee und Penny Andersson, die sich bei einem längeren Aufenthalt in die Region und die Halbinsel Peljesac verliebten -  Und natürlich in den Wein.  In einem ehemaligen Hotel, unweit von Orebić entstand die Kellerei Korta Katarina mit einem herrlichen Degustationraum, sowie ein kleines, luxuriöses Hotel mit phantastischem Blick auf das Meer.

Hier im Kernland des Plavac werden die für die Region typischen Weine angebaut, gekeltert und im modernen Stil ausgebaut. Die Trauben des Pošip kommen von der unmittlbar benachbarten Insel Korčula.

Roxanich

Der leidenschaftliche Weinfreund Mladen Rožanić widmet sich seit dem Jahr 2000 dem professionellen Weinbau. Der entscheidende Moment aber war ein Treffen mit dem istrischen Weinbauern Antun Banko aus Nova Vas.

Banko und Rožanić setzten sich gemeinsam zum Ziel, auf der istrischen roten Erde unvergessliche und authentische Weine zu schaffen. Innerhalb von vier Jahren wurden 23 ha Rebfläche in der Nähe von Višnjan aufgebaut. Außerdem entstand im Weiler Košinožiči bei Nova vas ein neuer Keller mit einer Fläche von 900 qm.

Roxanich arbeitet ausschließlich mit großen Holzfässen und Bottichen von 55 bis 70 hl. In den Fässern geschieht auch die Alkoholfermentierung. Auch in der Folge mit nur mit großem Holz gearbeitet.

Trapan Vina

Ganz aus dem Süden Istriens kommt Bruno Trapan, einer der jungen, austrebenden Winzer der Region. In Sišan, nahe Pula, baut er auf etwas mehr als 5ha den typischen Malvazija aber auch Chardonnay, Cabernet Sauvignon und -Franc an. Trapan arbeitet auch mit dem Ausbau in Fässern aus Akazienholz.

Seit 2009 werden die Anbauflächen nach biologischen Grundsätzen bebaut und behandelt, mit dem Ziel regional-typische und unverfälschte Weine zu produzieren.

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